Afrikanische Filmtage 2012

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Veranstaltungsort / Reservierung / Vorverkauf:

Kino Achteinhalb

Nauwieserstr.19

66111 Saarbrücken

0681 - 3908880

Freitag 16. November, 19 Uhr - Aujourd'hui

Freitag 16. November, 19 Uhr - Aujourd'hui

Im Eröffnungsfilm Aujourd'hui von Alain Gomis wird der letzte Tag im Leben von Satché beschrieben, der aus Amerika in sein Heimatland zurückgekehrt ist. Ihm wird plötzlich auf mysteriöse Weise klar, obwohl er völlig gesund ist, dass er an diesem Tag sterben wird. Wie ein Heiliger scheint ihn die Kamera durch die Straßen von Senegal zu begleiten, in denen er die Boshaftigkeit und die Gier seiner Mitmenschen erfahren muss. Was aus der Ferne in verklärter Erinnerung blieb, entpuppt sich für ihn nun als banale Realität – eine Realität jedoch, in der Satché trotz allem Frieden und Ruhe findet. Der Filmkritiker Thierno Dia (AfriCiné, Mokolo) wird im Anschluss die Thematik des Films aus seiner Sicht erläutern.

Samstag, 17. November, 20 Uhr - Restless City

Samstag, 17. November, 20 Uhr - Restless City

Restless City von Andrew Dosunmo ist eine wahrhaft opernhafte und tragische Liebesgeschichte, die in New York spielt. Der 21-Jährige Djbril versucht seinen Leben unter vielen anderen Immigranten in den New Yorker Straßen zu meistern und schafft es erst nach der Begegnung mit der schönen Prostituierten Trini und durch seine Liebe zu ihr, seine Wünsche und Ziele im Leben wieder zu fokussieren und schöpft neue Hoffnung in seinem tristen Überlebensalltag. Der Hauptdarsteller Sy Alassane (Djbril) wird den Film verfolgen sowie anschließend bei der Diskussion anwesend sein.

 

Sonntag, 18. November, 20 Uhr - O último voo do flamingo

Sonntag, 18. November, 20 Uhr - O último voo do flamingo

O último voo do flamingo basiert auf dem gleichnamigen Roman von Mia Couto. Entstanden ist eine Kriminalgeschichte, die seltsamer und skuriler nicht sein könnte. In Tizangara, einem kleinen Dorf im Landesinneren von Mosambik, arbeiten Abgesandte einer UN-Friedenstruppe nach Jahren des Bürgerkriegs. Plötzlich töten fünf Explosionen die fünf Soldaten und außer den charakteristischen Blauhelmen und ihren Geschlechtsteilen ist nichts weiter aufzufinden. Nun gilt es diesen mysteriösen Fall zu lösen, denn nicht alles ist so, wie es zu sein scheint. Der Regisseur João Ribeiro wird während und nach dem Film anwesend sein und sich den Fragen des Publikums stellen.

 

Montag, 19. November, 20 Uhr - En pas en avant

Montag, 19. November, 20 Uhr - En pas en avant

En pas en avant von Sylvestre Amoussou ist eine haarsträubende Geschichte und Parodie auf Korruption und Unterschlagung. Als ein kleiner Künstler verschwindet, begibt sich sein Vater, der ein Lebensmittelgeschäft betreibt, auf die Suche nach ihm. Welche Überraschung, als er dabei auf die Veruntreuung von Geldern für humanitäre Hilfe stößt. Jemand scheint sich zu bereichern, aber wer? Der Regisseur Sylvestre Amoussou wird anwesend sein.

 

Dienstag, 20. November, 20 Uhr - Call me Kuchu

Dienstag, 20. November, 20 Uhr - Call me Kuchu

Der Dokumentarfilm Call me Kuchu der Regisseurinnen Katherine Fairfax Wright & Malika Zouhali-Worrall berichtet aus dem Leben von David Kato, des ersten sich öffentlich bekennenden schwulen Aktivisten Ugandas, und seiner Mitstreiter. Es ist von ständiger Angst vor Angriffen geprägt, aber auch von Momenten des Glücks und des gemeinsamen Feierns. Hasserfüllt und sarkastisch äußern sich christliche Fanatiker im Film, kaum jemand stellt sich auf die Seite der Verfolgten. Eine tragische Wende erlebt der Film, als David Kato von einem Hammer erschlagen in seinem Bett aufgefunden wird. Ruhig beobachtend zeichnet der Film ein Bild extremer Homophobie, des christlich-religiösen Fanatismus und einer gerade daraus erstarkenden LGTB-Gemeinschaft. Zur Diskussion anwesend ist Eric Bwire, ein Aktivist aus Uganda.