Evolution und Perspektiven des Geschichtenerzählens

Symposium im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis 2019


Eine Veranstaltung der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes, der Saarland Medien GmbH und dem Filmfestival Max Ophüls Preis.

Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Kultur des Saarlandes.

14. und 15. Januar 2019, Pingusson-Bau, Hohenzollernstraße 60, 66117 Saarbrücken.

 

Panel 1: 14.01., 16-18 Uhr

Erzähl mir was – Der Ursprung der Geschichten, Geschichten als Wesensmerkmal des Menschen

Philipp Leinemann – Regisseur des Eröffnungsfilms „Das Ende der Wahrheit“, Berlin

Kathrin Röggla – Gegenwartsautorin, Berlin

Ralph Schwingel – Psychotherapeut/Filmproduzent, Hamburg

Roy Sommer – Professor für Anglistik und Mitbegründer des interdisziplinären Zentrums für Erzählforschung (ZEF), Universität Wuppertal

Dr. phil. Christian Bauer – Vertretungsprofessor für Designtheorie und Designgeschichte an der HBKsaar

 

Panel 2: 15.01., 14-16 Uhr

Das Kino ist tot, lang lebe das Kino! – Ist kinematographisches Erzählen noch zeitgemäß?

Felix Görmann – alias Flix, Comicautor, -zeichner, Berlin

Verena Lueken – Romanautorin, Filmjournalistin (FAZ), Frankfurt

Eva Spreitzhofer – Regisseurin, Autorin, Wien

Stefan Stuckmann – Serienautor, Berlin 

 

Panel 3: 15.01., 16-18 Uhr

chaise longue digital  – wo geht das hin?

Judith Ackermann – Professorin für Digitale und vernetzte Medien,  FH Potsdam

Marcus Bäumer – Game Writer, Designer, Backwoods Entertainment, Hamburg

Linus de Paoli – Regisseur, Autor, Berlin

Moritz Wagner – Game Designer, Mimimi Productions, München

 

Moderation: Barbara Renno, Kulturredakteurin

Die großen Erzähler des Kinos haben in ihrer Arbeit immer gesellschaftliche und philosophische Fragestellungen behandelt und dabei zeitaktuelle Diagnosen und Interpretationen der Lebenswirklichkeit formuliert. Während allerdings im tradierten Kino derzeit oft gähnende Leere herrscht oder es von Filmen wimmelt, die inhaltlich und formalästhetisch eher Videogames ähneln, boomen in Netflix und Amazon Prime die Webserien. Tatsächlich scheinen sich derzeit viel spannendere, lebensnähere Erzählungen in der seriellen Form zu finden, als im klassischen Kinoformat. Aber warum? Zeigt sich im Zeitalter der digitalen Kommunikation, der kurzen und schnellen Texte sowie fragmentierter Darstellungsformen eine gravierende Krise in der kinematografischen Erzählung? Welche Rolle spielt das Kino im Kontext der voranschreitenden Digitalisierung als einst so magischer Ort des kollektiven Erlebens? Und wo ist das Kinopublikum? Ist es längst ins heimische Kino geflüchtet oder hat es gar in interaktiven Videogames eine neue phantastische Welt von Stellvertretererfahrungen entdeckt?

 

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein hochrangig besetztes Symposium der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes, der Saarland Medien GmbH und dem Filmfestival Max Ophüls Preis, das am 14. und 15. Januar 2019 im Pingusson-Bau, der ehemaligen französischen Botschaft, in Saarbrücken stattfindet. Im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis soll über die Zukunft des Kinos und die Zukunftsperspektiven filmischen Erzählens vor dem zeitaktuellen Hintergrund der Entwicklung emergenter Spiele diskutiert werden.

Renommierte Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen erörtern in drei Panels aktuelle Aspekte und Potenziale des Geschichtenerzählens in Film, Literatur, Games sowie anderen Medien und diskutieren die inhaltlichen und formalen Horizonte narrativer Möglichkeiten.

Im Anschluss an die Diskussionen zeigen Studierende, Absolventinnen und Absolventen der HBKsaar ab 18 Uhr audiovisuelle Arbeiten und es besteht die Möglichkeit zum entspannten Austausch im besonderen Ambiente des Pingusson-Baus.

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