Experimentelle Unterwasserfotografie


SS 2014

Studierende

Berenike Zimmermann


Lehrende

Prof. Eric Lanz


Studiengänge

Freie Kunst


Richtung

Fotografie
Medienkunst


Projektart

Diplom

Die Fotoreihe trägt den Namen „SOG“ . Aus den vier bestehenden Grundelementen fokussiere ich das Element Wasser in meiner Diplomarbeit. Wasser ist ein Element des Lebens. Es steht nie still und bahnt sich immerzu seinen Weg. Das Element bildet durch die Bewegung Flächen und Formen. Es kann durch kontrollierbare Handgriffe und Mechanismen dazu gebracht werden, dass kaum erkennbare Momente auf experimentelle Weise für den Betrachter erkennbar werden. Ein Prozess, den ich aktiv versuche zu beeinflussen. Dazu werde ich mit allen Formen der menschlichen Wahrnehmung spielen. Dadurch möchte ich eine Szenerie schaffen, die je nach emotionalem Zustand des Betrachters individuell wirkt.

Wasser als Sinnbild für das „Fenster“ in eine neue Perspektive, mit neuen Dimensionen und neuen Wahrnehmungsmechanismen. Ich gestalte eine neue räumliche Ebene in der die emotionalen Gesetze von Wahrnehmung und Fokussierung einen enormen Wandel erlangen.Die Kameralinse verliert den technischen Blick und nimmt die künstlerisch, abstrakte Perspektive des Wassers ein.

Durch hinzufügen verschiedenster Flüssigkeiten und X-Stoffe soll für das Auge eine mehrschichtige, für den Betrachter kaum identifizierbare Dimension, entstehen. Gegenstände und Objekte werden aus der Normalperspektive entnommen und in neues, künstlerisches Gesamtkonstrukt gestellt. Es sollen Momentaufnahmen entstehen, in denen der Betrachter eine verschwommene Wahrnehmung erlangt und vor ein von mir gestelltes Rätsel setzt.

 

In den entstehenden Werken arbeite ich mit einer offenen Gestaltung des Bildes. Räumliche Grenzen verschwimmen und der Betrachter wird in eine für ihn bisher fremde Szenerie hineingezogen. Unterschiedlichste künstlerische Ebenen sollen den Blick des Betrachters verharren lassen. Die Fotografien sollen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und den Besucher dazu bringen, sogartig vor ihnen stehen zu bleiben. Der Betrachter soll inden Fotografien stetig etwas Neues, Individuelles, was ganz Eigenes für sich erkennen und aufschlüsseln.

„Interpretationsfreiheit“ spielt dabei eine enorme Rolle in meinen Fotografien. Den Betrachter vor ein „Rätsel“ stellen, das waren erste Grundgedanken meiner Diplomarbeit.

Dazu bediene ich mich den Mitteln der Fotografie. Fotografie ist für mich schon immer ein faszinierendes und künstlerisches Ausdrucksmittel, mit dem ich meinen Gedanken und Ideen einen Raum geben kann. Hierdurch kann ich alle Aspekte der Bildbetrachtung in ein neues, ganz individuelles und für jeden erlebbares Gesamtkonstrukt stellen.

Das Thema „Aktion und Reaktion“ in einen liquiden Raum mit X-Stoffen fasziniert mich seit langer Zeit. Ein Stoff, der auf einen anderen Stoff trifft, kollidiert und ineinander verschmilzt und zu etwas Neuem, Gesamten wird. Diese Faszination soll in meiner Diplomarbeit „SOG“ zum Ausdruck kommen. Ein ständiges Spiel zwischen Kamera, Wasser, Licht und den verschiedensten Materialien, und gleichzeitig bleibt jedes dieser Elemente autark.