Interface Maske: Vom Sichtbarmachen des Verborgenen


SS 2014

Studierende

Pascal Elsen


Studiengänge

Kommunikationsdesign


Richtung

Siebdruck
Installation
Druckgrafik
Lichtkunst/Lichtdesign
Typografie


Projektart

Diplom

Was jede Maske von sich sagt: Sie ist eine Überwindung der Maskierung.

Die Maske verhüllt den Menschen und schafft somit einen Raum, der die sozialen Ansprüche und Normen außer Kraft setzt. Sie bietet die Möglichkeit, unerkannt gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten, ohne aber das Gesicht zu verlieren. Der Mensch macht sich zum Anderen, um endlich er selbst zu sein. Diese Wirkungsweise der Maske wurde in eine grafische Form übersetzt, die den Betrachter dazu bringt, den Prozess der Ver- und Enthüllung aktiv zu erleben und gleichzeitig ermahnt, nicht jede gesellschaftliche Norm als gegeben und unerlässlich hinzunehmen.

In einer interaktiven Installation, die aus achtzehn Tischen besteht, kann der Betrachter sich auf eine kryptografische Reise begeben, die ihn durch eine Sammlung von geheimen Wünschen führt, die in einer anonymen Umfrage zusammengetragen wurden und die jenseits der gesellschaftlichen Norm liegen. Durch das Verschieben und Auflegen verschiedenster Masken wird der verschlüsselte Inhalt entschlüsselt—und somit sichtbar. Dem Prozess der gesellschaftlichen Maskierung wird also ein Prozess entgegengesetzt, der die Funktionsweise dieser gesellschaftlichen Entgleisung spielerisch kommuniziert und nachvollziehbar macht. Tisch für Tisch nähert sich der Betrachter mehr dieser Wirklichkeit der Bigotterie, um am Ende in der Position zu sein, zu entscheiden, ob er diese gesellschaftlichen Regeln als unveränderbar akzeptieren will.