"Von Tradition zum Underground"
Eine Reise durch die Vielfalt der iranischen Musikszene
SS 2025
Die Underground-Kunst im Iran hat sich über die letzten 50 Jahre hinweg in verschiedenen künstlerischen Formen wie visueller Kunst, Musik sowie Tanz entwickelt und ist zu einem wichtigen Ausdruck von Widerstand und Innovation geworden. Heutzutage kann man eine spektakuläre, zeitgenössische Kunstszene im Iran entdecken, die ausschließlich underground agiert. Diese Szene hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und ist zu einem bedeutenden Teil der iranischen Kultur geworden, der sowohl lokal als auch international Anerkennung findet.
Dieses Projekt erläutert die Entstehung und Entwicklung der Underground-Musikszene im Iran. ‘’Der Hauptgrund für das Aufkommen der Underground-Musik war die Revolution im Iran, nach der jede Aktivität im Zusammenhang mit unabhängiger Musik –zuvor ein integraler Bestandteil der Kunstszene – plötzlich verboten wurde. Folglich entstand die Underground-Kunst, um das Überleben der Musik zu sichern. Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein eigener Lebensstil, eine eigene Mentalität und eine eigene
Kunstszene, die mit den durch den Iran-Irak-Krieg ausgelösten Ängsten zusammenfiel.’’
Aus diesem Grund gliedert sich diese Arbeit in zwei Hauptteile: Der erste Teil beginnt mit den 1970er Jahren und analysiert die wichtigsten Künstler und Bewegungen jener Zeit. Das zweite Kapitel widmet sich den Künstlern vor der Revolution, deren Aktivitäten trotz repressiver Maßnahmen fortgesetzt wurden und die eine Brücke zwischen den frühen Bewegungen und der nachrevolutionären Unterdrückung bildeten. Diese Künstler trugen dazu bei, das kulturelle Erbe an die ersten Generationen nach der Revolution weiterzugeben, was wiederum den Nährboden für eine neue Underground-Bewegung schuf. Dieses Thema erfordert eine tiefgehende Analyse und umfassende Forschung, da es ein komplexes Kapitel der zeitgenössischen iranischen Kulturgeschichte darstellt. Ziel ist es, die Vielschichtigkeit dieser Szene zu erfassen und ihre Bedeutung als Ausdruck von Widerstand, Innovation sowie kultureller Hybridität angemessen zu würdigen.
Text: Mohammad Babaei
Redaktion: Ella Gräber