bandes passantes


Rauminstallation
SS 2016

Studierende

Maria Seitz


Studiengänge

Freie Kunst


Richtung

Installation
Interaktive Produktion


Projektart

Diplom

Papierstreifen, frei schwebend im Raum. Gespannt und getragen von Stahl gleicher Breite. Raum und Deckengerüst als Maßgabe. Feine Lineaturen durchzeichnen den Raum, verdichten sich zu Flächen, um sich erneut zu zerstreuen. Sichten, Durchsichten, Fluchten, Flirren, Klappern im peripheren Sichtfeld.

Mit weißen Papierbändern werden vertikale Linien im Raum gezogen. In ihrer Breite entsprechen sie der Breite der Stahlträger des Deckengerüsts. Band für Band wird in gleicher Länge, in regelmäßigem Abstand entlang dem Stahlträger angeordnet, unten zusammengeführt und mit einem Stahlplättchen beschwert. Auf diese Weise wird der Raum mit zehn langen Reihen durchzogen. Um die Reihenanordnung bleibt ein (zu) umlaufender Rand. Der Betrachter kann die Bänderflure durchschreiten und den entstandenen Raum im Raum als gesamtes Volumen umschreiten.

Im physischen Durchschreiten der Bänderflure richtet sich die Bewegung von Körper und Blick aus. Durch die Bänder hindurch kann Raumtiefe erahnt, können andere Durchschreitende wahrgenommen werden, sowie Staffelungen von Reihen und Bändern. Im gehenden Wahrnehmen bildet die feine Lineatur Flächen, um anschließend wieder in einzelne Linien zu dispergieren. Bewegungen der Passanten hallen in wellenförmigen Bewegungen der Papierstreifen nach, feine Schwingungen verflüssigen die klare Struktur.

Gehen. Stehen. Laufen, zügig, bis zum Rennen. Durch die eigene Bewegung, die Bewegung Anderer und die Bewegung der Bänder entstehen stetig neue, variierende Beobachtungen, Perspektiven, Bilder, Brüche, Differenzen. Vermittelt - Unvermittelt. Durchsichtig - Undurchsichtig.

Abbildungen


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