Büro der Begegnung – Büro der Bewegung


SS 2015

Studierende

Kristina Gläsener


Studiengänge

Produktdesign


Richtung

Industrie- und Systemdesign
Corporate- und Socialdesign
Möbel- und Ausstattungsdesign


Projektart

Diplom

Kristina Gläsener: Büro der Begegnung – Büro der Bewegung, Diplom 2015

Das Büro – ein Raum, in dem die meisten von uns einen Großteil ihrer Zeit verbringen, ein besonderer und doch oft stiefmütterlich behandelter Raum; ein Raum, der im Prinzip uneingeschränkt öffentlich, jedoch gleichzeitig auch hochgradig privat ist. Das Büro ist ein Raum mit großer sozialer Relevanz. Entgegen einiger Annahmen wird die Institution Büro trotz globaler Vernetzung als Arbeitsort wohl so schnell nicht von der Bildfläche verschwinden. Der absoluten Standortunabhängigkeit unserer Arbeit stehen nach wie vor repräsentative und identifikatorische Zwecke gegenüber. Vor allem aber bedarf der Mensch erfahrungsgemäß des sozialen Austausches.

Es wird weiterhin die Aufgabe von Gestaltern sein, die Abläufe der Büroarbeit mit dem Menschen als Ausgangspunkt zu optimieren. Orte der Zusammenarbeit und Kommunikation, bei denen Austausch und Begegnungen im Fokus liegen, werden zum zentralen Thema. Begegnungen entstehen aus Bewegungen heraus. Bewegungen zu provozieren wird zur gestalterischen Verpflichtung.In meiner praktischen Arbeit habe ich mich auf den Aspekt der Bewegung und Flexibilität im Büro eingelassen.

Natürlich können nicht nur räumliche Gegebenheiten, sondern auch Objekte Einfluss auf unseren Aktionsradius und unsere Bewegung im Büro haben. Erstes Ziel war es, den Handlungsbereich um den Arbeitsplatz selbst zu erweitern und individuell anpassbar zu gestalten. Entstanden ist ein stapelbares Aufbewahrungsmöbel, das sowohl als Stauraum dient als auch in seinen verschiedenen Höhen zur Erweiterung der Tischfläche beiträgt. Eine transportable Toolbox lädt darüber hinaus zu einem Wechsel zwischen verschiedenen Situationen und Bereichen des Büros ein. So wandert ein Teil des Privatbereichs stets mit zu einer neuen Arbeitssituation. Eine ebenfalls stapelbare Sitzbank vervollständigt meinen Entwurf. Eine handliche Bank für zwei – sie steht als Symbol für das kleinstmögliche Team. Ein weiteres Ziel des Entwurfs war es, Objekte zu entwerfen, die sich selbstverständlich handhaben und den eigenen Bedürfnissen anpassen lassen. Die flexiblen Add-Ons, die die stapelbaren Boxen ergänzen und gliedern, ermöglichen eine individuelle Zusammenstellung und Gestaltung des persönlichen Territoriums. Sie geben nicht allzu deutlich ihren Zweck und die mögliche Nutzung vor, sondern lassen Raum für individuelle Anwendungsideen und Bedürfnisse. Der additive Gedanke erhält das Möbelstück zudem „update-fähig“.

Abbildungen:

Büromöbelserie A – Büro

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